Osteodensitometrie

Knochendichtemessung: Die DXA-Methode ist die von der WHO vorgeschriebene Messung zur Diagnosestellung einer Osteoporose. Sie ist sehr strahlenarm und erlaubt die gleichzeitige Messung von Lendenwirbelsäule und Hüfte, sie ist nicht belastend und dauert nur 10 Minuten. Die Diagnose richtet sich nach dem T-Wert (Vergleich mit normalen jungen Erwachsenen):

T-Werte

  • Normalbefund: größer -1 SD
  • Osteopenie:     -1,0 bis  bis -2,5 SD
  • Osteoporose:  kleiner -2,5 SD
  • (SD bedeutet Standardabweichung)

Die Ultraschallmessung der Ferse oder Finger ist nur als „Auslesetest“ geeignet. Sie erlaubt eine Einschätzung des Bruchrisikos, nicht aber die Diagnose einer Osteoporose. Auch die Computertomographie ist nur in bestimmten Fällen notwendig.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: Kuratorium Knochengesundheit e.V. und www.gehealthcare.com/ende/bone-densitometrie/index.html

Einfacher Test zur Abschätzung des Osteoporoserisikos

Jede Frau kann ihr Osteoporoserisiko anhand eines einfachen Tests grob abschätzen. Der so genannte OST (Osteoporose-Selbst-Test) kombiniert nur zwei Parameter (veränderliche Größen): Alter und Gewicht – und erlaubt damit auf einen Blick die Zuordnung zu einer von drei Risikokategorien: niedrig, mittel und hoch. Der Test kann zwar die Diagnose nicht ersetzen, eignet sich aber als Grundlage für die Entscheidung zur weiteren Abklärung, etwa durch eine Knochendichtemessung. So heißt es in der Studie, die im Juli 2002 in einer Publikation aus der Mayo-Clinic (Mayo-Clinic Proceedings) veröffentlicht wurde.

„Osteoporose ist eine stumme Erkrankung, von der viele Frauen nichts wissen, bis sie eine Fraktur erleiden“, betonte Professor Jean-Yves Reginster, Direktor der Abteilung für Knochen- und Knorpelmetabolismus (Stoffwechsel) des WHO-Koordinationszentrums an der Universität von Lüttich, Belgien. Der „OST“ ist ein exzellenter Weg, um Frauen für ihr Osteoporoserisiko zu sensibilisieren und er wird sie hoffentlich auch ermutigen, ihre Arzt um eine genauere Beurteilung ihrer Knochengesundheit zu bitten“.

In der Studie hatten die Untersucher die Tauglichkeit des Tests zu Erkennung von Frauen mit Osteoporose in vier Studiengruppen von postmenopausalen Frauen in Europa und Nordamerika geprüft.

Die größte Gruppe umfasste fast 20.000 im Alter von 45 bis 81 Jahren, die 1993 für eine Studie mit dem Bisphosphonat Alendronat (FOSA-MAX(c)) gescreent wurden. Alle erhielten eine Knochendichtemessung am Schenkelhals.

Die Untersucher teilten die Frauen mit Hilfe des OST-Tests in Kategorien mit niedrigen, mittleren und hohem Osteoporoserisiko ein und verglichen diese Kategorie dann bei jeder einzelnen Frau mit dem Ergebnis der Knochendichtemessung. Die Aussagekraft des Test erwies sich als durchaus brauchbar.
Natürlich sollten sich Frauen nicht allein auf den OST-Test verlassen, aber er kann das persönliche Risiko anzeigen, bevor eine erste Fraktur auftritt, unterstreicht Reginster. Dem Arzt hilft der Test herauszufinden, welche Frauen von einer Knochendichtemessung am meisten profitieren werden. Der Test stellt die Entscheidung für diese Untersuchung, die aus Kostengründen nicht als Screeningmethode eingesetzt werden darf, auf eine rationale Basis. Er ermöglicht eine gewisse Vorauslese, die durch weitere Angaben noch spezifiziert werden kann. „Der OST-Test kann die sozialen und ökonomischen Lasten der Osteoporose senken, wenn er dazu beiträgt, dass die betroffenen Frauen diagnostiziert und behandelt werden bevor eine Fraktur auftritt“, so Reginster weiter.

Derzeit ereignet sich in der EU alle 30 Sekunden eine Fraktur infolge von Osteoporose. Die Folgen für die Lebensqualität der Patienten und Patientinnen sind katastrophal. Dabei gibt es schon wirksame Therapieformen, die dem Knochenabbau entgegenwirken, die Knochen stärken und das Frakturrisiko senken können, wie z.B. die Substanzgruppe der Bisphosphonate.